Prüfungsfächer der Meisterprüfung
Teil 1. FACHPRAXIS
a.) Meisterprüfungsprojekt (“Kür”, 2/3 der Praxisnote)
Praktisch: Komplettgestaltung Damenmodell, dekorative Kosmetik (im Pandemiefall reduziert), Nagelgestaltung, dazu passend modisches Herrenmodell. Klausur (schriftlich): Planung und Entwurf, mit Kalkulation und Angeboterstellung
Fachgespräch über die Arbeiten im Beisein des Modells
b.) 6 Situationsaufgaben (“Pflicht”, 1/3 der Praxisnote):
- vorgegebene Damenfrisur mit Haarschnitt und Styling am Übungskopf
- Umformung am Modell mit chemisch vorbehandeltem Haar
- klassischer Herrenhaarschnitt am Modell,
Dazu drei weitere Fächer, die der Prüfungsausschuss anweisen kann:
- Langhaarsteckfrisur am Übungskopf
- Hautdiagnose am Modell oder Einarbeiten eines Haarteils an einem Übungskopf
- Pflegende Kosmetik mit Maniküre am Modell (Im Pandemiefall ausgesetzt)
Teil 2. FACHTHEORIE
a.) Gestaltung und Technik bei Meininghaus
- Prüfung schriftlich, nur offene Fragen
- Individuelle Kundenberatung Haar und Hautbeurteilung.
- Frisuren und Make-Up entwerfen, Farben- + Formenlehre Grundlehrgang Fachchemie
- Wirkungsweise der Inhaltsstoffe verschiedener Produkte, Auswahlkriterien
- Methoden der Farb- und Strukturveränderung, Anwendung verschiedener Haarschneidetechniken
- Methoden der Haarpflege und Frisurengestaltung
- pflegende und dekorative Kosmetik-Maßnahmen, unterschiedliche Hauttypen
- Methoden der Nagelpflege, ‑behandlung, des Naildesign Möglichkeiten für Haarersatz
b.) Salonmanagement bei Meininghaus
- Prüfung schriftlich, nur offene Fragen
- Unfall‑, Arbeits‑, Gesundheits- und Umweltschutzvorschriften Beratungs-und Betreuungskonzepte
- Ermitteln betrieblicher Kosten Lohnberechnung, Wareneinkauf
- Kalkulation der Dienstleistungen und Handelswaren für einen vorgegebenen Salon, Errichtung eines
- Salons, Businessplan, Salonbudget
- Betriebsabläufe Personalführungskonzepte
- Analyse: Erscheinungsbild eines vorgegebenen Salons Marketingmaßnahmen
- Betriebliches Qualitätsmanagement Informations-und Kommunikationssystem
Teil 3. Wirtschaftl. + rechtl. Kenntnisse
Prüfung schriftlich, nur offene Fragen
in der Handwerkskammer, Prüfung schriftlich mit offenen Fragen und programmiert
- Grundlagen des Rechnungswesens und Controllings
(Buchführung, Jahresabschluss, Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling) - Grundlagen wirtschaftlichen Handelns im Betrieb
- Rechtliche und steuerliche Grundlagen
Teil 4. Berufs- + Arbeitspädagog. Kenntnisse
(7 Handlungsfelder)
in der Handwerkskammer, Prüfung schriftlich und praktisch (Vorführung) und mündlich
a) Allgemeine Grundlagen der Ausbildung
b) Planung der Ausbildung
c) Einstellung des Azubi
d) Ausbildung am Arbeitsplatz
e) Förderung des Lernprozesses
f) Ausbildung in der Gruppe
g) Abschluss der Ausbildung
BESTEHEN DER PRÜFUNG
Die Fächer müssen mit insgesamt ausreichend (4,5), keines darf mit der Note “6” bewertet worden sein. Es gibt als letzte Chance die mündliche Prüfung, in die allerdings nur zugelassen wird, wer im Schriftlichen insgesamt eine erforderliche Mindestpunktzahl erreicht hat. Wichtig ist, dass es keine Sperrfachregelung mehr gibt, das heißt unterschiedliche Noten innerhalb eines Prüfungsfaches können miteinander verrechnet werden.
Wir halten es im Übrigen nicht für seriös, eine “Ergebnis”- oder “Durchfall-Quote” zu nennen, denn die durchschnittliche Kursleistung ist jeweils so gut oder schlecht, wie die Leistungen der Einzelnen. Und die sind nicht nur Formschwankungen unterworfen, sondern auch so unterschiedlich, wie die Menschen selbst, die sich in einem Kurs zusammenfinden!
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